Kreistags-KandidatInnen der SPD Germering für die Kommunalwahlen 2020

Kreistagskandidaten der SPD Germering

Auf der Kreistagsliste der SPD im Landkreis Fürstenfeldbruck kandidieren insgesamt 70 Kandidatinnen und Kandidaten. Wir stellen Ihnen im Folgenden die Kandidatinnen und Kandidaten aus Germering vor.

Platz 9: Daniel Liebetruth

Daniel Liebetruth

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Alter:   30 Jahre  

Beruf:   Studienrat für Mathematik, Latein und Ethik

Familie:  ledig

Mitglied:  SV Germering, TSV UG, BLLV

Hobby:   Fußball spielen und Reisen

Politische Ziele: Im Kreistag möchte ich mich für die Interessen der Germeringer Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Dazu gehört für mich beispielsweise die Eröffnung einer Zweigstelle des Landratsamtes in Germering, die längst überfällig ist. Des Weiteren möchte ich insbesondere für die Themen Bezahlbares Wohnen, Klimaschutz, ÖPNV und Bildung einsetzen.

Meine Position zum Thema bezahlbares Wohnen: Günstiger Wohnraum ist überall im Großraum München Mangelware. Ich bin selbst Mieter und weiß auch deshalb: In Germering müssen deshalb dringend bezahlbare Mietwohnungen geschaffen werden, die auch dauerhaft bezahlbar bleiben. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises, die personell so ausgestattet werden muss, dass sie in der Lage ist, günstigen Wohnraum zu planen und zu schaffen. Sie muss als Dienstleister für die Kommunen auftreten, die durch sie wieder selbst in der Lage sein sollen, Wohnraum zu schaffen. DENN: Frei finanzierter Wohnungsbau schafft nur Wohnraum, der viel Miete kostet. Zusätzlich wird der Mietspiegel durch frei finanzierten Wohnungsbau in die Höhe getrieben. Darunter leiden alle Mieter, denen dann die Miete mit Verweis auf den Mietspiegel erhöht wird. Nur Wohnungen in öffentlicher Hand stellen sicher, dass die Mietpreise langfristig bezahlbar bleiben. DESHALB: Kommunaler Wohnungsbau Jetzt! Es gibt zahlreiche Förderprogramme (z.B. BayKomWFP), mit denen der kommunale Wohnungsbau problemlos bezahlt werden könnte.

Meine Position zum Umwelt- und Klimaschutz: Wir müssen die Energiewende auch im Landkreis Fürstenfeldbruck angehen – viel zu lange hat sich in diesem Bereich nichts getan. Es ist eine Schande, dass der Ausbau der regenerativen Energien nur so schleppend vorangeht. Im Verkehr müssen wir jetzt beginnen, die Wende weg vom Individualverkehr mit Verbrennungsmotor in eine CO2-neutrale Zukunft einzuläuten. Außerdem bin ich der Meinung, dass das Müllsammelsystem im Landkreis FFB dringend reformiert werden muss. Statt einem Bring-System benötigen wir ein Sammelsystem, bei dem der Plastikmüll von den Bürgerinnen und Bürgern abgeholt wird, da es nicht sinnvoll ist, wenn Menschen individuell oftmals mit dem PKW wenige Kilo Plastik zu den Wertstoffhöfen fahren. Außerdem brauchen wir im Landkreis eine Öffentlichkeitskampagne, um transparent zu machen, welche Wertstoffe überhaupt recycelt werden können und welche Wertstoffe nur verbrannt werden, damit sich die Bürgerinnen und Bürger überhaupt sinnvoll umweltbewusst verhalten können.

Meine Position zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): Wir müssen den ÖPNV attraktiver machen, um mehr Menschen freiwillig dazu zu bewegen, auf den ÖPNV umzusteigen und ggf. sogar auf ihr Auto zu verzichten. Dazu müssen wir das Angebot des ÖPNV ausweiten und komfortabler machen: Wir brauchen mehr kreative Lösungen auch über die Landkreisgrenzen hinweg, gerade als Alternative zur S-Bahn, die viel zu oft nicht funktioniert. Wegen der schnellen Umsetzbarkeit sind hier Seilbahnen denkbar. Die Benutzung der Busse muss außerdem komfortabler gemacht werden: Für mich fehlen derzeit digitale Anzeigen für die erwartete Ankunft der Busse sowie windgeschützte Wartehäuschen an den Bushaltestellen. In Germering hat der Landkreis außerdem skandalös schlecht verhandelt, da weiterhin die Zonengrenze (jetzt zwischen Zone M und Zone 1) für Zeitkarten mitten durch Germering verläuft. Wir brauchen Car-Sharing-Angebote, die nicht nur auf den Landkreis oder eine Kommune begrenzt sind, sondern auf einem möglichst großen Gebiet genutzt werden können, um die Attraktivität dieser Angebote zu steigern.

Meine Position zum Thema Bildung: Als Lehrer liegt mir das Thema Bildung natürlich besonders am Herzen. Meiner Meinung nach ist die Digitalisierung in den Schulen eines der großen Themen, die die Kommunalpolitik in den nächsten Jahren beschäftigen sollte. Dem Landkreis als Sachaufwandsträger kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn er ist für die Ausstattung der weiterführenden Schulen zuständig. Als Lehrer weiß ich aber auch, dass die Digitalisierung im Bildungsbereich nicht nur durch das Anschaffen von Geräten umgesetzt werden kann, sondern dass es dafür Konzepte braucht, an denen ich gerne mitarbeiten möchte. Denn wir müssen unsere Kinder fit für die Zukunft machen. Daneben dürfen wir abgesehen von der Digitalisierung nicht vergessen, allgemein mehr als bisher in die Bildungsinfrastruktur im Landkreis zu investieren. Viel zu oft wird hier gespart und ausbaden müssen es die Schülerinnen und Schüler, die in heruntergekommenen Schulen mit oftmals katastrophalen sanitären Anlagen lernen müssen.

Zeit für den Wechsel!

Platz 16: Frauke Witthöft

Frauke Witthöft

Alter:   21 Jahre

Beruf:   Bachelor Politikwissenschaft, Studium Bachelor VWL

Familie:  ledig, sozialdemokratisches Elternhaus

Mitglied: SCUG

Hobby:  Bogenschießen, Film

Politische Ziele: Chancengleichheit und soziale Teilhabe für jeden, bezahlbares Wohnen, besserer ÖPNV und grüne Stadtplanung

Platz 25: Klaus-Peter Müller

Klaus-Peter Müller

Alter:   62 Jahre

Beruf:   gelernter Bankkaufmann, jetzt Rentner

Hobby:   Garteln und Golfen

Politische Ziele: Bezahlbarer Wohnraum für alle, Stärkung des ÖPNV, Flächenverbrauch reduzieren, Energiewende vorantreiben, mehr Bürgerbeteiligung bei Stadtentwicklungsplanung

Platz 28: Andrea Schaal

Andrea Schaal

Hobby:  Leben ist Arbeit ist Hobby

Politische Ziele: Politische Bildungsarbeit, Vernetzung und Inklusion

Über mich: Meine Kindheit und Jugend habe ich während der 60er und 70er Jahre in Heilbronn/Neckar und Ingolstadt verbracht. Emotional sehr prägend war für mich die komplexe Erfahrung meiner beiden Herkunftsfamilien mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Ein Großvater war während der Diktatur immer auf der Suche nach Möglichkeiten, seine Familie vor noch Schlimmeren zu bewahren, der andere hatte einen verantwortlichen Posten in der Industrie und bezahlte den enormen Druck nach Kriegsende mit ungewolltem Einsatz in Ostberlin und frühem Tod durch Herzinfarkt. Künstler, Freidenker, Freimaurer, nach dem Krieg Mitbegründer des VVN die eine Richtung, an der Weimarer Republik anknüpfend und den Rest überspringend die andere. Was meine Eltern einigte, war der unbedingte Wille, für ihre Kinder Stablitität und privaten Wohlstand zu erwirtschaften. Dabei kamen ihnen die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen im Westdeutschland der 50er, 60er und frühen 70er Jahre sehr entgegen. Bei uns wurde zu Hause immer viel politisiert, geredet und diskutiert - aber ab Mitte der Siebzigerjahre gab es auch viele unauflösbare Kontroversen. Der lange Kalte Krieg sorgte dafür, dass es schwierig bis unmöglich war, zwei Wahrheiten nebeneinander zu akzeptieren und gemeinsam nach humanen, globalen und ökologischen Kompromissen zu suchen.

Studiert habe ich in den 80er Jahren Literaturwissenschaften, Sprachwissenschaft und Geschichte an der LMU. Ich bin verheiratet und habe einen erwachsenen Sohn, der seine Berufung in der theoretischen Physik gefunden hat. Aufgrund eines seltenen Stoffwechseldefekts kann er seit einer Stoffwechselkrise im zweiten Lebensjahr nicht mehr aus eigener Kraft gehen, nicht selbst essen und - eine besonders komplexe Herausforderung - auch nicht sprechen. Dank der liebevollen und vor allem uneigennützigen Hilfe sehr vieler Menschen, guter Schulen und dem finanziellen Rückhalt unseres sozialdemokratisch geprägten politischen Systems wurde er mein Lehrmeister in Sachen "Zuhören", "Dem Unvorstellbaren eine Chance geben" und vor allem darin, für Dinge zu kämpfen, die von Mehrheiten als aussichtslos betrachtet werden, aber dennoch richtig sind.

Heute versuche ich in meinem Alltag ein politisches Konzept zu leben, das jedem die Freiheit schenkt, frei zu sein.

Ich habe immer Ziele, wenn ich etwas erreichen will und halte mich daher ungern zu lange bei den Gründen auf.

2007 habe ich mein Beratungslehrerexamen mit dem Schwerpunkt systemische, lösungsorientierte Beratung abgeschlossen, 2009 bin ich in ein staatliches Beschäftigungsverhältnis an einem Münchner Gymnasium eingetreten. Dort habe ich u.a. die Verantwortung für ein Globales Lernen Projekt und binde seit kurzem die Methodik des Philosophischen Gesprächs in meinen Unterricht ein.

Ich freue mich darauf, nach der Wahl machtvoller Einfluss auf Entscheidungen nehmen zu können, die auf die Stadt Germering zukommen, als bisher. Ich sehe viele positive Ansätze im Ortsverein. Wir stehn für gemeinwohlorientierte Wirtschaftsformen, faire Beschaffung, Ausschreibungsverfahren, die sich von sturen Quantitäten lösen und Solidarität statt Fürsorge. Wir wollen allen Menschen die Mittel an die Hand geben aus sich selbst das Beste für sich selbst zu machen. Das gilt auch, wenn sie nur vorübergehend in Germering wohnen oder aus Altersgründen noch gar nicht zu potentiellen Wählerinnen und Wählern gehören.

Vor hundertdreißig Jahren war sehr Vieles anders als heute, aber was August Bebel damals dachte, fällt mir leicht, auf die heutige Zeit zu übertragen: "Genau genommen ist aber ein Arbeiter, der Kloaken auspumpt, um die Menschen vor gesundheitsgefährdenden Miasmen zu schützen, ein sehr nützliches Glied der Gesellschaft, wohingegen ein Professor, der gefälschte Geschichte im Interesse der herrschenden Klasse lehrt, oder ein Theologe, der mit übernatürlichen transzendenten Lehren die Gehirne zu umnebeln sucht, äußerst schädliche Individuen sind."

Platz 37: Christian Gruber

Christian Gruber

Alter:   50 Jahre

Beruf:   Dipl.-Ing. Kartograph

Familie:  verheiratet, 3 Töchter

Mitglied:  DAV, AWO

Politische Ziele: Soziale Gerechtigkeit, gerechte Lebensverhältnisse

Platz 40: Loverna Dehnert

Loverna Dehnert

Alter:   36 Jahre

Beruf:   Tagesmutter, Sprachlehrerin

Familie:  Mutter von 3 starken Jungs

Mitglied: „Welcome“, div. Beiräte, Aktion Jugendschutz

Hobby:   tanzen, singen, fotografieren

Politische Ziele: sozialer Zusammenhalt und    Zusammenleben vielfältiger Kulturen, Stärkung der politischen Bildung, Stärkung der Familien

Platz 48: Jussra Zamani

Jussra Zamani

Alter:   26 Jahre  

Beruf:   Studentin LMU München, 2020 M.A

Familie:  ledig

Mitglied: 2016-2019 Jugendbotschafterin ONE Kampagne Extreme Armut, Gesundheit und Sexismus in Afrika; Vorstand JUSOS UB FFB; Deligierte des Model United Nations

Politische Ziele: Gleichberechtigung, Bildung und Digitalisierung, gesellschaftliche Teilhabe.

Platz 52: Saskia Schon

Saskia Schon

Alter:   44 Jahre

Beruf:   Geschäftsführerin AWO, Sozialmanagerin (FH)

Familie:  verheiratet, 5 Kinder 

Mitglied:  AWO Germering e.V., Landesverband der bayrischen Mütterzentren e.V., Kreisjugendring Fürstenfeldbruck, Förderverein Germeringer Insel

Hobby:  Zeit mit meiner Familie verbringen, radeln, lesen    

Politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, im Mittelpunkt meiner Arbeit steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen nach Freiheit, Frieden und einer positiven Zukunftsperspektive. Familie ist da, wo Kinder sind! Umsetzung der sozialen Eckpunkte aus unserem Wahlprogramm

Platz 55: Hakan Hökerek

Hakan Hökerek

Alter:   43 Jahre

Beruf:   Master of SE, Dipl.-Ing.  

Familie:  verheiratet

Mitglied:  VDI, GfSE, INCOSE, GEMA, IG Metall

Politische Ziele: Digitalisierung, Umwelt und Energieversorgung

Platz 56: Centa Keßler

Centa Kessler

Alter:   81 Jahre

Beruf: Rentnerin – gelernt: Industriekauffrau

Familie: verheiratet, 1 Kind

Mitglied der SPD seit 1996 = 23 Jahre

Politische Ziele: Stärkung der SPD auf allen Ebenen

Platz 58: Eike Höppner

Eike Höppner

Alter: 72

Beruf: Programmiererin, Rentnerin

Familie: verwitwet, 2 erwachsene Kinder 48 J und 37 J

Mitglied: 24 Jahre Stadtrat Germering, 30 Jahre SPD, AWO, Bund Naturschutz, Stiftungsrat Edeltraud-Haberle-Stiftung, und viele andere

Politische Ziele: Kinderbetreuung, Umwelt- und Energiefragen

Platz 63: Klaus-Dieter Schiffauer

Klaus-Dieter Schiffauer

Alter:   67 Jahre

Beruf:   Dipl.Handelslehrer  Studiendirektor a.D.

Familie:  verheiratet, 2 Kinder und 3 Enkelkinder

Mitglied:  AWO Germering, TSV-UG, VLB-Bayern und Fördervereine

Hobby:   Sprachen lernen, Aquarelle malen, Videos drehen (Familie und Reisen)

Politische Ziele:

Eine umfassende Bildung ist für mich der Zugang zu den Lebens- und Teilhabechancen in unserer Gesellschaft und begründet die Freiheit und den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Noch immer hängen unsere Bildungschancen stark von der sozialen Herkunft ab. Damit kann ich mich als Sozialdemokrat nicht abfinden.

Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei Bildungsfragen muss deshalb vorangetrieben werden, so dass eine umfassende Vergleichbarkeit bei Bildungsabschlüssen erreicht wird. Der Bund und die Länder müssen den Sachaufwandsträger (Städte, Gemeinden, Landkreise) noch besser unterstützen.

Als Sozialdemokrat stehe ich für bessere Bildungschancen in der frühkindlichen Bildung, den allgemein bildenden Schulen, den Berufsschulen, an den Fachhochschulen, den Universitäten und in der beruflichen Weiterbildung.

Wir verlieren den Anschluss an die Vernetzung der Welt, denn wir haben einen digitalen Rückstand in allen Bereichen, der uns als Industrienation ins Hintertreffen geraten lässt.

Die Bildungspolitik setzt sich nicht mit aller Kraft für eine Nutzung digitaler Medien ein und sieht nach wie vor eine überlieferte Medienpädagogik für sehr bedeutungsvoll an. Alle bildungspolitische Anstrengungen müssen aber die veränderte Weltstrukturen beachten ohne die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen aus den Augen zu verlieren. Dabei dürfen einzelne Schularten nicht bevorzugt werden, denn alle Schulen sind gleich wertvoll. In diesen Schulen dürfen keine künstliche Grenzen zwischen Herkunft, Religion oder Hautfarbe aufgebaut werden.

Eine gleichberechtigtes Nebeneinander von Fußgänger, Radfahrer und Auto gibt es zur Zeit noch nicht. Für alle drei Verkehrsteilnehmer müssen deshalb ausreichende Verkehrsflächen zur Verfügung gestellt werden.

Das Auto in Germering hat eine dominante Stellung (ca. 23.000 zugelassene Fahrzeuge) und deshalb müssen Strukturen aufgebaut werden, die allen Verkehrsteilnehmern einen sicheren Aufenthalt in unserer Stadt ermöglichen. Diese neuen Strukturen können zur Einschränkung eines Verkehrmittels führen, dafür müssen adäquate andere Verkehrsmittel und Verkehrswege zur Verfügung gestellt werden. Unsere Heimatstadt benötigt unbedingt ein stimmiges Verkehrsmodell, das den Menschen in allen Teilen der Stadt Mobilität ermöglicht.

Ersatzkandidat: Helmut Lindauer

Helmut Lindauer

Ersatzkandidatin: Hannelore Fesenmeier

Hannelore Fesenmeier